Wie Julius Meinl die Transformation der Kaffeebranche vorantreibt

von Alexandra Otto 23/06/2026
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Wie Julius Meinl die Transformation der Kaffeebranche vorantreibt

Klimawandel, steigende Rohstoffpreise und wachsender Druck auf den globalen Kaffeeanbau verändern die Kaffeeindustrie grundlegend. Für Julius Meinl ist Nachhaltigkeit deshalb längst kein Zusatzthema mehr, sondern Teil der langfristigen Unternehmensstrategie.

Der neue Nachhaltigkeitsbericht 2025 von Julius Meinl zeigt, wie das Wiener Familienunternehmen Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von der Beschaffung und Produktion, über die Energieversorgung und soziale Verantwortung bis hin zur Unternehmensfinanzierung - übernimmt und das Nachhaltigkeit bei Julius Meinl nicht auf einzelne Projekte beschränkt ist. Und so erreicht das Familienunternehmen bereits zum zweiten Mal in Folge sämtliche definierten ESG Ziele seiner an Nachhaltigkeitsleistungen geknüpften Unternehmensfinanzierung und erhielt weiterhin starke ESG Bewertungen von Banken und Finanzpartnern. wobei ein zentraler Meilenstein Ende 2025 erreicht wurde: Für die Röstereien in Wien und Vicenza wurde zu 100 Prozent Responsibly Selected Coffee bezogen und damit erfüllt Julius Meinl eines seiner wichtigsten Nachhaltigkeitsziele. Der gesamte Rohkaffee für diese Standorte wird nach den Nachhaltigkeitskriterien der Global Coffee Platform beschafft, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.

Ein zentraler Meilenstein wurde Ende 2025 erreicht: Julius Meinl bezieht Rohkaffee aus 16 Ursprungsländern. Gerade dort, wo Kaffee angebaut wird, sind die Auswirkungen des Klimawandels besonders spürbar. Deshalb setzt das Unternehmen verstärkt auf Initiativen, die Produzentinnen und Produzenten langfristig unterstützen - so wie das "Generations Program", das früher als geplant von zwei auf vier Ursprungsländer ausgeweitet wurde und nun Projekte in Kolumbien, Uganda, Indien und Honduras umfasst. Im Mittelpunkt stehen dabei regenerative Landwirtschaft, Einkommensdiversifizierung sowie die gezielte Förderung von Frauen und jüngeren Generationen im Kaffeeanbau. Mehr als 1.500 Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern sowie ihre Familien werden derzeit in laufende und geplante Projektaktivitäten eingebunden - mit dem Ziel, Farming Communities widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen und klimatischen Herausforderungen zu machen.

Aber auch an den eigenen Standorten treibt Julius Meinl die Transformation weiter voran. 2025 wurden neue emissionsreduzierende Technologien in den beiden verbleibenden Röstern implementiert, dadurch können die Emissionen pro Röstvorgang künftig um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig setzt das Unternehmen an den Produktionsstandorten in Wien und Vicenza bereits vollständig auf erneuerbare Elektrizität - und so liegt weltweit der Anteil erneuerbarer Elektrizität in den Betriebsstätten bei 81 Prozent. Und auch intern zeigen sich Fortschritte. Das Mitarbeiterengagement konnte auf einen Gallup Engagement Score von 3,95 von 5 Punkten gesteigert werden. Damit rückt der Bericht nicht nur Umwelt und Rohstoffbeschaffung in den Fokus, sondern auch die Menschen im Unternehmen.

Obwohl Julius Meinl derzeit nicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet ist, veröffentlicht das Unternehmen seit mehreren Jahren freiwillig entsprechende Berichte. Damit unterstreicht das Familienunternehmen sein Bekenntnis zu Transparenz und zeigt, dass nachhaltige Entwicklung im Kaffeesektor nur dann glaubwürdig ist, wenn sie messbar, nachvollziehbar und langfristig gedacht wird. Den vollständigen Nachhaltigkeitsbericht 2025 finden Sie hier.