Vom flaumigen Osterstriezel bis zur Kärntner Reindling: Viele traditionelle Osterklassiker beginnen mit einer einfachen Zutat: Mehl. Ein Grundnahrungsmittel, das aus österreichischen Küchen nicht wegzudenken ist.
Ob Brot, Kuchen, Palatschinken oder Strudel - Mehl ist aus der heimischen Küche nicht wegzudenken. Gerade rund um Ostern zeigt sich die Vielfalt der Mehlverwendung: Für Klassiker wie Osterpinze, Reindling oder Osterstriezel wird meist feines Weizenmehl glatt oder Universal verwendet, das besonders luftige Hefeteige ermöglicht. Glattmehl eignet sich besonders für feine Teige und Kuchen, griffiges Mehl für Teige, die stabil bleiben sollen – etwa für Knödel oder Nudeln – während Universalmehl ein praktischer Allrounder im Haushalt ist.
Osterzeit ist Hochsaison für Hefeteige
Die Nachfrage nach klassischen Hefeteig-Spezialitäten steigt rund um Ostern besonders deutlich. Der Absatz von Brioche und Striezel – darunter auch Osterbrot und Pinze – legte von 2024 auf 2025 um 11 Prozent zu und stieg von rund 8.500 Tonnen auf rund 9.400Tonnen. Zwar zählen Brioche und Striezel das ganze Jahr über zu beliebten Backwaren, in der Osterzeit erreicht der Konsum jedoch regelmäßig seinen saisonalen Höhepunkt.
Struktur des Mehlmarktes: Klassiker dominieren, Bio wächst
Ein Blick auf die Marktstruktur zeigt klare Präferenzen im Einkaufskorb der Österreicher: Weizenmehl dominiert mit fast 80% Prozent Marktanteil weiterhin deutlich, gefolgt von Dinkel mit rund 13 Prozent und Roggen mit etwa sieben Prozent. Auch bei den Mehlarten gibt es klare Favoriten: Glattes Mehl ist mit rund 46 Prozent Marktanteil die meistgekaufte Variante, gefolgt von Universalmehl mit rund 21 Prozent. Gleichzeitig gewinnt Bio weiter an Bedeutung: Der Bio-Anteil am Mehlmarkt liegt mittlerweile bei rund 30 Prozent des Umsatzes. „Mehl ist weit mehr als ein Rohstoff, es ist die Grundlage unserer Brot- und Backkultur. Gerade bei einem so zentralen Lebensmittel möchten Konsumentinnen und Konsumenten wissen, woher die Rohstoffe stammen. Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel steht für kontrollierte Herkunft und geprüfte Qualität aus Österreich - vom Acker bis ins Regal“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Das AMA-Gütesiegel garantiert, dass das Getreide zu 100 Prozent aus Österreich stammt und entlang der gesamten Produktionskette unabhängig kontrolliert wurde – vom Feld über die Mühle bis ins Regal. Ein wichtiger Beitrag dazu kommt auch aus dem Österreichischen Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL): Viele Getreidebetriebe nehmen daran teil und setzen freiwillige Maßnahmen für Boden-, Wasser- und Klimaschutz um – etwa durch vielfältige Fruchtfolgen, Begrünungen oder einen besonders schonenden Umgang mit Betriebsmitteln. Besonders beim Backen rund um Ostern lohnt sich ein genauer Blick auf die Herkunft: Wer beim Mehlkauf auf das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel achtet, entscheidet sich bewusst für österreichisches Getreide sowie für streng kontrollierte Qualität und nachvollziehbare Herkunft.