Restaurant Vestibül positioniert sich neu

von Alexandra Otto 20/04/2026
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Restaurant Vestibül positioniert sich neu

Wiens legendäres Restaurant Vestibül im Burgtheater erfindet sich zum 25. Geburtstag neu. Mit konsequenter Wiener Küche, zwei Orten und einer klaren Ansage: Jeder ist willkommen.

Das Restaurant Vestibül im Burgtheater nutzt seinen 25. Geburtstag für eine Neuausrichtung mit klarer Handschrift. Unter dem Titel „Schank & Tafel" teilt Patronin Veronika Doppler das Haus in zwei Bereiche mit je eigenem Charakter, verbunden durch einen gemeinsamen Fokus: Wiener Küche in zeitgemäßer Interpretation. Ob spontan für ein Achterl in der Schank oder ein mehrgängiges Menü in der Tafel, das Vestibül hat für beides einen Platz.

Der Eingangsbereich mit Bar ist ab sofort die „Schank“. Keine Reservierung, keine große Entscheidung. Wer will, trinkt ein Achterl an der Bar. Wer Hunger hat, bestellt aus einer gezielten Auswahl von Wiener Schmankerln: Salzgurken, hausgemachte Rohscheiben, Gabelbissen von der Seeforelle, Beef Tatar, Krautfleckerl, Würstel mit Saft. Wiener Küche ohne Umschweife. So betont auch Veronika Doppler: „Die Schank ist offen für alle, der Gast soll einfach hereinkommen, an der Bar ein Schankachterl trinken oder an einem Tisch Wiener Schmankerl genießen. Wir sehen uns als neuen Treffpunkt am Ring, nicht nur vor oder nach dem Theaterbesuch.“

Der Marmorsaal, seit 25 Jahren das Herzstück des Hauses, bleibt zentraler Bestandteil des Vestibüls und tritt künftig unter dem Namen „Tafel“ auf. Serviert wird hier Wiener Küche auf Haubenniveau, zeitgemäß interpretiert und mit einem klaren Fokus auf klassische Gerichte, die heute nur noch selten zu finden sind. Grammelknödel oder ihre vegetarische Entsprechung mit Sonnenblumenkernen, Krautwickel und Wiener Backfleisch stehen exemplarisch für diesen Zugang. Einige Fleischgerichte werden konsequent auch in vegetarischen Varianten angeboten. Hinter Schank und Tafel steht eine Küche, die beides erst möglich macht. Der Küchenchef des Hauses, Christoph Schuch, legt höchsten Wert auf präzise Arbeitsschritte und das Kochen mit frischen Zutaten, die täglich von ausgewählten Betrieben geliefert werden. Jeder Teig, jede Gewürzmischung und jeder Fond werden von Schuch und seinen Mitarbeitern täglich mit viel Liebe und entsprechendem Aufwand angefertigt. Seine Arbeitsweise in der Küche bringt Christoph Schuch folgendermaßen auf den Punkt: „Bei uns ist alles handgemacht. Dabei arbeiten wir nicht mit der Pinzette, sondern mit unseren Händen, denn für uns ist Kochen ein Handwerk.“

Mit 1. Mai 2026 passt das Vestibül auch seine Öffnungszeiten an und öffnet sich zeitlich stärker in Richtung Stadt. Geöffnet ist von Dienstag bis Samstag jeweils von 17:00 bis 24:00 Uhr. Die Küche startet bewusst bereits um 17:00 Uhr, für Gäste vor dem Theater, aber genauso für alle, die früher essen möchten oder den Abend entspannt beginnen wollen. Gleichzeitig wird das Angebot nach hinten verlängert: Die große Karte ist bis 22:30 Uhr verfügbar, die Schankkarte bis 23:30 Uhr. ​Damit schafft das Vestibül zusätzliche Möglichkeiten, für einen spontanen Besuch zwischendurch, einen frühen Start in den Abend oder auch für einen späteren Ausklang nach Theater, Termin oder einem langen Tag in der Stadt. Es geht also in jeder Hinsicht darum, die Türen weiter zu öffnen.

Schank und Tafel, Kutscheneinfahrt und Marmorsaal, zwanglos und gehoben: das Vestibül vereint Gegensätze, die in Wien eigentlich keine sind. Seit 25 Jahren, mitten am Ring, vis-à-vis des Rathauses, im Sommer mit Gastgarten. Grund genug, einfach hereinzukommen, in die Schank, in die Tafel, oder beides.