Goldener Erdapfel 2026: Österreichs Sortenvielfalt vor den Vorhang geholt

von Alexandra Otto 17/02/2026
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Goldener Erdapfel 2026: Österreichs Sortenvielfalt vor den Vorhang geholt

Mit der Prämierung „Goldener Erdapfel“ rückt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau (IGE) einmal mehr die beeindruckende Vielfalt der österreichischen Erdäpfelproduktion ins Rampenlicht. 145 Proben, eingereicht von Bäuerinnen und Bauern aus allen Regionen Österreichs, wurden heuer bewertet – darunter finden sich 41 unterschiedliche Sorten.

Gerade in einer herausfordernden Erdäpfelmarkt-Saison 2025/26 kommt der Auszeichnung „Goldener Erdapfel“ besondere Bedeutung zu. „In Jahren wie diesen, in denen die Erzeugerpreise vielfach unter den Erwartungen bleiben, ist es umso wichtiger, die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern vor den Vorhang zu holen. Der Goldene Erdapfel zeigt nicht nur Spitzenqualität, sondern auch die enorme Vielfalt der heimischen Erdäpfelproduktion“, erklärt Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Vom Burgenland bis Vorarlberg und von Oberösterreich bis Kärnten zeigt sich eindrucksvoll, wie breit und qualitätsorientiert der - großteils mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel ausgezeichnete - heimische Erdäpfelanbau aufgestellt ist. Der Goldene Erdapfel macht sichtbar, was den Sektor auszeichnet: eine große Sortenvielfalt, eine hohe fachliche Kompetenz und eine starke regionale Verwurzelung. 

In der Kategorie „festkochend“ konnten sich erneut moderne, leistungsfähige Sorten aus österreichischem Anbau durchsetzen. Den 1. Platz belegte Hannes Andre aus Drösing, Bezirk Gänserndorf, mit der Sorte „Graziosa“. In der Kategorie „vorwiegend festkochend/mehlig“ sicherten sich Sonja und Andreas Ihm aus Seitzersdorf, Bezirk Korneuburg, mit der Sorte „Belmonda“ den 1. Platz.

Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung war auch die Verleihung der Ehrentrophäe der IGE sowie der Großen Silbernen Kammermedaille der Landwirtschaftskammer Niederösterreich an Franz Wanzenböck, der den Verband 20 Jahre lang als Obmann maßgeblich geprägt hat. Seit der Gründung im Jahr 1994 war und ist das Ziel der IGE, die Interessen der Erdäpfelbäuerinnen und -bauern zu vertreten, aktuelle Informationen bereitzustellen, Märkte zu beobachten, internationale Kontakte zu pflegen, den Organisationsgrad in der Vermarktung zu erhöhen und Fachveranstaltungen zu organisieren – mit dem langfristigen Anspruch, ein Kompetenzzentrum für qualitätsorientierten Erdäpfelbau zu schaffen.

Viele dieser Ziele wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten erreicht – nicht zuletzt durch das kontinuierliche Engagement des bisherigen Obmanns. Nun übernimmt Michael Bachl die Funktion des IGE-Obmanns. Bachl kommt aus Streitdorf im Weinviertel und führt seit kurzem den familieneigenen Ackerbaubetrieb, der auf Erdäpfelproduktion und Gemüsebau spezialisiert ist, in nächster Generation weiter.

Mit dem Goldenen Erdapfel und der Ehrung verdienter Persönlichkeiten setzen die IGE und die AMA-Marketing auch 2026 ein klares Zeichen für Qualität, Vielfalt und die Menschen hinter den heimischen Erdäpfeln.