Fünf Food-Trends, die das Jahr 2026 prägen

von Alexandra Otto 01/01/2026
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Fünf Food-Trends, die das Jahr 2026 prägen

Welche Food-Trends setzen sich wirklich durch und welche bleiben nur Social-Media-Hypes? Der Online-Supermarkt und Hofladen Gurkerl hat interne Verkaufsdaten analysiert und identifiziert fünf zentrale Food- und Drink-Trends, die 2026 maßgeblich beeinflussen werden.

2026 wird das Jahr in dem Ernährung noch mehr zur “Selfcare”-Gewohnheit wird. Longevity, Wellbeing und Gesundheit wandern immer stärker in den Mittelpunkt unseres Alltags. Was früher primär Beauty-Thema war, wird nun zur Erwartungshaltung an die Food- und Beverage-Branche: Essen soll uns nicht mehr nur satt machen, sondern uns stärken und optimieren. Kein Wunder, dass Themen wie Darmgesundheit auf Social Media präsenter sind denn je - vom Immunsystem und unserem Darm bis hin zu unserem Hautbild.

Trend 1: Longevity, Wellbeing, Gesundheit

Die Nachfrage nach Superfoods wie Chia-Samen, Spirulina-Algen, Heidelbeeren, Nüssen und Kohl ist im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent gestiegen, aber auch probiotische Drinks wie Kefir, Kombucha, Actimel oder Sodas wie Super Pop von Pamela Reif verzeichneten mit 45 Prozent eine deutlich höhere Nachfrage.

Ein starker Anstieg an proteinreichen Produkten ist in fast allen Kategorien zu verzeichnen - von frischer Pasta, Ready-to-Eat, Plant-Based, bis hin zu Joghurts, Käse und noch vielem mehr. Einen massiven Boom durch die Trends von Skin-Food und dem aktuell gängigen Anti-Aging-Mindset erleben aber vor allem kollagenhaltige Produkte.

„Wir sind uns sicher, dass ganzheitliche Ernährungsansätze wie Skin-Food, Gut-Health und funktionale Snacks in 2026 weiter boomen werden. Gleichzeitig verändert sich auch der Drink-Markt insgesamt: Klassiker werden gesünder und funktionaler gedacht. Dabei reicht die Entwicklung von probiotischen Drinks und Soda-Getränken, die Vitamine und Kollagen enthalten, bis hin zu zuckerfreien Water-Enhancers,” erklärt Nina Gerhardt, Chefeinkäuferin beim Online-Supermarkt und Hofladen Gurkerl.at.

Trend 2: Alkoholfrei wird vom Kompromiss zur Premium-Wahl

Der alkoholfreie Trend bleibt bestehen, allerdings erwartet der Online-Supermarkt, dass 2026 zum bisher stärksten Jahr wird. Was Millennials und Gen Z in den letzten Jahren angestoßen haben, setzt sich nun als klare Lifestyle-Bewegung durch: Alkoholfrei wird nicht mehr als Verzicht betrachtet, sondern als bewusste Entscheidung, die Genuss, Gesundheit und Lifestyle vereint.

Das zeigen die Daten: Die Bestellungen an alkoholfreier Alternativen steigen bereits jetzt deutlich - ein Plus von 40% von November 2024 bis November 2025 ist ein Signal, dass die Nachfrage 2026 weiterwachsen wird. Noch dazu werden alkoholfreie Drinks geschmacklich immer vielfältiger: exotische Früchte, neue Gewürznoten, fermentierte Profile, sowie komplexere Aromen kommen zum Einsatz und kreieren so einzigartige  Mocktails, Biere, Weine, bis hin zu alkoholfreiem Bio-Kombucha.

Trend 3: Tech trifft Taste

Immer mehr Menschen nutzen KI im Alltag. Zwar kann sie keine Ernährungsberatung oder medizinische Expertise ersetzen, doch sie kann eine echte Unterstützung sein. Vor allem bei vermeintlich stressigen oder lästigen Aufgaben wie der Mahlzeitenplanung greift uns KI mit kreativen Kochideen unter die Arme, und das nicht nur bei der Planung, sondern auch bei der Zubereitung.

Damit wird KI im neuen Jahr noch häufiger als persönlicher Sous-Chef zum Einsatz kommen. „Auch wir arbeiten bereits mit Hochdruck an unserer hauseigenen KI-Einkaufs-Assistenz, die schon bald Konsumenten unter anderem dabei unterstützen soll, Einkaufslisten zu erstellen, Speisepläne zusammenzustellen und Rezepte basierend auf Familienbedürfnissen oder bestimmten Alltagssituationen zu empfehlen.” verrät Nina Gerhardt.

Trend 4: Social Media formt weiterhin unsere Einkaufskörbe

Fest steht: Social Media wird auch im Jahr 2026 weiterhin stark die Einkaufskörbe beeinflussen. Die Faszination viraler Food-Trends liegt in der Kombination aus Ästhetik, Exklusivität und Social-Media-Inszenierung. Produkte, die überraschen, limitiert verfügbar oder hochpreisiger sind, verbreiten sich besonders schnell. Und Influencer verstärken diesen Effekt, indem sie Lifestyle und Erlebnisgefühl transportieren. Food-Hypes erfüllen genau diese Funktion und werden 2026 erneut kleine, emotionale Auszeiten im Alltag bieten.

2024 sorgte zum Beispiel die Dubai-Schokolade für Aufsehen, 2025 waren es vor allem die Fruit Cakes von Cedric Grolet. Welcher Hype 2026 die Community begeistert, lässt sich aktuell noch nicht eindeutig ablesen. Man merkt allerdings: Süßigkeiten stehen hoch im Kurs. Es könnte sein, dass auch Wellbeing-Aspekte im neuen Jahr noch stärker darauf Einfluss nehmen.

Trend 5: Sparen und die Bedeutung von Eigenmarken

Nach einem Jahr, das stark von Inflation und steigenden Preisen geprägt war, achten Konsumenten 2026 noch stärker auf ihr Budget. Abstriche bei der Qualität möchten sie allerdings nicht hinnehmen. Genau hier gewinnen Eigenmarken weiter an Bedeutung. Sie bieten eine preislich zugängliche Alternative. Dieser Shift verändert nicht nur das Konsumverhalten, sondern auch die Strategie der großen Player im E-Food und Supermarkt-Umfeld: Eigenmarken werden zum zentralen Baustein, um Preisstabilität zu schaffen, Kund:innen zu binden und Sortimente zukunftsfähig auszurichten.