Alkoholfreie Alternativen machen „Nein“ zu Alkohol gesellschaftlich akzeptabel

von Alexandra Otto 07/05/2026
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Alkoholfreie Alternativen machen „Nein“ zu Alkohol gesellschaftlich akzeptabel

Eine aktuelle Umfrage von Höllinger und dem unabhängigen Umfrageinstitut TQS Consulting verdeutlicht: Viele Menschen möchten bewusster mit Alkohol umgehen – und stoßen dabei im Alltag noch immer auf unterschwelligen Druck und unausgesprochene Erwartungen. Gleichzeitig gewinnen alkoholfreie Alternativen spürbar an Bedeutung. 

Alkohol ist bei vielen gesellschaftlichen Anlässen nach wie vor tief verankert. Oft so selbstverständlich, dass ein „Nein“ erklärungsbedürftig wird. Genau hier entsteht ein Spannungsfeld: Der Wunsch nach bewusstem Konsum wächst, doch soziale Normen hinken hinterher. So gibt mehr als jede:r Zweite der Befragten (57 Prozent) an, dass sie sich schon mal rechtfertigen mussten, warum sie keinen Alkohol trinken. Deutlich über ein Drittel (39 Prozent) berichtet von entsprechenden Situationen im Freundeskreis, jede:r Vierte (25 Prozent) in männlich geprägten Umfeldern und knapp ein Viertel (22 Prozent) gegenüber Arbeitskolleg:innen.

Auch das gesellschaftliche Setting spielt eine wichtige Rolle. Gut ein Drittel (35 Prozent) fühlt sich vor allem bei Feiern oder Events unter Druck gesetzt, ein ähnlich großer Anteil (34 Prozent) beim Ausgehen in Bars oder Clubs, während etwa jede:r Vierte (26 Prozent) solche Momente bei Treffen mit Freundinnen und Freunden erlebt. “Dieses Gefühl, sich für eine persönliche Entscheidung rechtfertigen zu müssen, erzeugt Druck und kann den eigentlich selbstbestimmten Verzicht emotional belasten. Es geht längst nicht nur um ein Getränk, sondern um Zugehörigkeit, Erwartungshaltungen und das Bedürfnis, nicht negativ aufzufallen“, sagt Gerhard Höllinger, Gründer und Geschäftsführer von Höllinger

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass alkoholfreie Alternativen für viele Menschen eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, bewusster mit Alkohol umzugehen. Rund 
zwei Drittel (64 Prozent) der Umfrageteilnehmer:innen sagen, dass alkoholfreie Alternativen es gesellschaftlich erleichtern, auf Alkohol zu verzichten. Ein ähnlich großer Anteil (62 Prozent) sieht darin zudem eine positive Vorbildwirkung für andere. “Alkoholfreie Alternativen werden zunehmend als ‘soziale Brücke’ wahrgenommen. Sie ermöglichen es, Teil des Moments zu bleiben, ohne sich erklären zu müssen”, erklärt Höllinger. Die Gründe für den Griff zu alkoholfreien Getränken sind dabei vielfältig. Knapp vier von zehn (38 Prozent) der befragten Personen wählen alkoholfreie Alternativen, um am nächsten Tag leistungsfähig zu bleiben. Jeweils rund ein gutes Drittel (37 Prozent) möchte grundsätzlich weniger Alkohol trinken bzw. greift darauf zurück, wenn etwa Verantwortung übernommen wird.

„Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen bewusster konsumieren möchten, gleichzeitig aber soziale Erwartungen eine Rolle spielen. Alkoholfreie Alternativen sollten somit zu einer Selbstverständlichkeit und keiner Möglichkeit oder Ausnahme werden“, sagt Gerhard Höllinger. Aus diesem Grund entstand die Zusammenarbeit mit dem Palais Auersperg, die genau diesen Aspekt aufgreift. Im Rahmen des Palais Afterwork wurde erstmals eine eigene alkoholfreie Höllinger Bar in das bestehende Format integriert. „Wir erleben gerade einen echten Kulturwandel beim Ausgehen: Menschen wollen genießen, aber gleichzeitig bewusster entscheiden, was sie konsumieren. Das bedeutet auch, dass klassische Angebote hinterfragt werden. Unser Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen sich niemand erklären muss, egal, ob mit oder ohne Alkohol im Glas. Die Nachfrage nach solchen Alternativen wächst spürbar und verändert die Atmosphäre von Veranstaltungen nachhaltig“, so Thomas Chang Jin, Geschäftsführer und Gastgeber des Palais Auersperg.